Ganz klein in Utah!

>>Über zweitausend dieser Steinbögen gibt es im Nationalpark. Die allermeisten sind unbenannt, die berühmteren tragen Namen wie Skyline Arch, Landscape Arch oder Tower Arch und sehen derart unwirklich aus, dass man sie am liebsten kurz anfassen würde, um zu überprüfen, ob sie tatsächlich echt sind. Weil die Straße so angelegt wurde, dass sie möglichst nah an die spektakulärsten Stellen heranführt, lassen sich die schönsten Brücken nach einem kurzen Spaziergang erreichen: Arches, heißt es, sei ein Park für alle. Edward Abbey, über Jahrzehnte der stimmgewaltigste Advokat der amerikanischen Natur und in den Sechziger Jahren hier Parkranger, ahnte bereits damals, was nun eingetreten ist. Die Automassen der Zukunft, mahnte er, würden jegliches Naturerlebnis zunichte machen. Sein Vorschlag: Keine asphaltierten Straßen in Nationalparks, generelles Fahrverbot für Besucher, stattdessen Park-and-Ride-Parkplätze und kostenloser Fahrradverleih. Und die Ranger sollten gefälligst mit den Besuchern durch die Parks wandern, statt in Kassenhäuschen herumzuhocken und im Shop Plüschtiere zu verkaufen. Oder, möchte man heute hinzufügen, mit Megaphonen den Verkehr zu regeln. <<